Wissenswertes
Wer hat Angst vor Bitter ?
Wann habt ihr zuletzt etwas Bitteres gegessen? Wenn ihr jetzt „nie“ sagt: Gab es heute Morgen Kaffee? Ein Stück Zartbitterschokolade am Nachmittag? Ein Bier zum Feierabend?
Ja Ihr habt Richtig gehört – Bitter mögen wir längst. Wir geben es nur nicht gern zu.
Woher kommt dann der schlechte Ruf? Unsere Zunge ist bei Bitter besonders wachsam. Früher war ein bitterer Geschmack oft ein Warnsignal für Ungenießbares, deshalb zuckt man beim ersten Bissen erst mal zusammen. Die gute Nachricht: Geschmack lässt sich trainieren. Je öfter man probiert, desto lieber wird es.
Und gerade jetzt ist die beste Zeit zum Üben. Chicorée, Radicchio und Endivie haben im Winter Saison, und mit ein paar Kniffen schmecken sie auch denen, die sonst die Nase rümpfen.
So zähmt ihr Bitter

Strunk raus
Beim Chicorée steckt viel Bitteres im harten Strunk. Unten einfach keilförmig herausschneiden.

Kurz baden
Blätter von Chicorée oder Endivie ein paar Minuten in lauwarmes Wasser legen. Das nimmt einen Teil der Bitter Stoffe raus.

Eine Prise Salz
Salz dämpft Bitter. Deshalb schmeckt ein gut gesalzenes Dressing gleich viel runder.
Süß und cremig dagegen
Honig, Orange, Apfel oder Birne, ein Klecks Sahne oder ein kräftiger Käse – sie fangen das Herbe ab wie ein Airbag.
Ab in die Pfanne
Hitze macht Bitter milder. Halbierten Chicorée mit etwas Butter und einer Prise Zucker anbraten, bis er goldbraun karamellisiert – so mögen ihn die Belgier, und danach schmeckt er fast nussig.
Erinnert Euch an den allerersten Schluck Kaffee als Kind: grauenvoll! Und heute? Ohne geht der Morgen nicht los. Gebt dem Chicorée dieselbe Chance !!!
Bon appétit!

















